Das Loiretal ist bekannt für sein gemäßigtes Klima mit milden Wintern, in denen atlantische Tiefdruckgebiete, die Regen und Feuchtigkeit mitbringen, einander abwechseln. Im Sommer werden recht hohe Temperaturen verzeichnet, ohne dass es zu heiß wird. Die Loire deckt sich allerdings mit der nördlichen Grenze der französischen Weinanbaugebiete, was einerseits an einer geringeren Sonneneinstrahlung und andererseits an einer insgesamt höheren Feuchtigkeit liegt. Sicherlich präsentiert sich entlang der 500 Kilometer Flusslauf der Loire ein weniger homogenes Bild, als es zunächst scheint, was an großen Unterschieden im Mikroklima liegt, wie Sonneneinstrahlung, Lage oder Niederschläge. In Blois regnet es weniger als in Nantes und die Hänge von Anjou haben eine weniger gute Sonnenlage als die Ebene zwischen Blois und Orléans. Im Allgemeinen fühlen sich nördliche Rebsorten an den Ufern der Loire sehr wohl.
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An der Loire liebt man den Wein, die Küche ist hier fein und vornehm und beruht vornehmlich auf sehr vielseitigen Produkten. Stellen Sie sich einen Moment lang vor, dass Fisch und Meeresfrüchte unumgänglich sind, dass es zahlreiche Ziegenkäsesorten gibt, dass sich das Klima sowohl für den Obstanbau als auch für die Viehzucht hervorragend eignet und dass das Gemüse zart und frühreif ist. Rufen Sie sich zudem in Erinnerung, dass die Könige von Frankreich hier mit ihrem Hof in ihren unzähligen Schlössern eine große Tradition von Feinheit und Lebensart kultiviert haben… Die französische Geschichte hat der Loire viel zu verdanken, was sich noch heute in der besonderen Lebensqualität in dieser Region bemerkbar macht. Wenn Sie also eine Vorliebe für die schönen Dinge des Lebens haben, für Ortschaften mit schieferbedeckten Häusern und Gärten à la Française, dann folgen Sie dem Lauf dieses großen und stillen Flusses.
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In Südwestfrankreich erstreckt sich die Landschaft der Weinberge über ein 300 Kilometer langes Dreieck, in dem die Terroirs aufgrund von Mischkultur und Viehzucht nicht zusammenhängen und daher eine jeweils sehr eigene Persönlichkeit aufweisen. Die sehr kalkhaltigen und überaus kargen Böden von Cahors haben beispielsweise keinerlei Gemeinsamkeiten mit den eher lehm-, kalk- und kieselhaltigen Böden von Madiran. Das Terroir von Jurançon am Fuße der Pyrenäen unterliegt starken Gebirgs- und maritimen Einflüssen, während sich Marcillac, im Departement Aveyron, bereits 400 Kilometer vom Atlantik entfernt befindet. Hier sind die kontinentalen Einflüsse deutlicher ausgeprägt.
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