Die Champagne weist das strengste Klima sämtlicher französischen Weinbauregionen auf. Dennoch werden hier weltbekannte Weine erzeugt. Die Champagne bildet die nördliche Grenze der französischen Weinanbaugebiete, und die Winzer müssen Jahr für Jahr erneut Risiken eingehen. Der häufig eintretende Frühjahrsfrost gefährdet die aufbrechenden Knospen, der Sommer ist zwar heiß, aber kurz, und bei der Weinlese kann es bereits empfindlich kalt werden. Nicht selten muss man sich Ende April oder Anfang Mai als Schutz gegen den Nachtfrost der Weinbergbeheizung bedienen. Doch die Weinhänge der Champagne sind optimal in Richtung Sonne ausgerichtet, so dass kein Sonnenstrahl verloren geht. Die angebauten Rebsorten scheinen sich unter diesen klimatischen Bedingungen wohl zu fühlen.
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Die Champagne vereint viele Gegensätze. Einerseits verbindet man sie mit Wein, Festen, der Kunst der Verführung und einer alles andere in Vergessenheit geraten lassenden Lebenslust. Dieses Image steht jedoch im Kontrast zur Kargheit dieser Region. Denn hier, weitab vom Mittelmeer und allem, was man mit dem Süden verbindet, wird mit einem ständigen Blick auf die Wettervorhersage unbeirrt und beharrlich Wein angebaut, aus dem man anschließend hinter den Mauern der großen Champagnerhäuser einen Festtrunk für die ganze Welt bereitet. Diese karge Region ist die Heimat von Tausenden von Menschen, die ihren Beruf lieben. Sie lassen die Champagnerkorken bereits beim geringsten Anlass knallen und feiern ausgesprochen gern.
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Champagner wird aus Trauben erzeugt, die auf streng registrierten Parzellen reifen, welche das Anbaugebiet einer AOC bilden. Sie gedeihen größtenteils auf sonnenverwöhnten Hängen in der Nähe der beiden Städte Reims und Epernay. Die gesamte Region liegt auf dicken weißen Kreidefelsen, die bis nach Reims reichen, wo im Laufe der Jahrhunderte Höhlen mit einer Länge von mehreren Hundert Kilometern entstanden sind. Diese kreidehaltigen Böden bieten optimale Bedingungen für eine schnellere Reifung der Beeren, da sie das Sonnenlicht reflektieren und die Böden erwärmen. Alle Weinbaugemeinden unterliegen dem abgestuften Klassifizierungs-System der Crus. Die besten Terroirs erzeugen ausschließlich Crus und sind berechtigt, den Zusatz Grand Cru zu führen.
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